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Kratzbäume

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Kratzbäume

Gerade für Besitzer von Wohnungskatzen gehört der Kratzbaum neben Futternäpfen und Katzenklo zur Grundausstattung. Sowohl zur regelmäßigen Abnützung der Krallen als auch als Ruhe- und Spielplatz ist er auch für Ihre Katze unverzichtbar. Erfahren Sie hier, worauf Sie beim Kauf eines Kratzbaums achten sollten.

Wissenswertes über Katzenkrallen

Hauskatzen verfügen über 18 Krallen (je fünf an den Vorderpfoten und vier an den Hinterpfoten), die zu ihren wichtigsten Werkzeugen gehören. Beim Klettern und Springen geben sie Halt, beim Beutefang dienen sie zum Greifen, Fangen und Festhalten der Beute. Selbst bei Revierkämpfen kommen die Krallen zum Einsatz. Kein Wunder also, dass Katzen besonders viel Beachtung in die Pflege ihrer Krallen stecken.
Die Kralle besteht aus dem durchbluteten Mark innen und dem abgestorbenen Horngewebe außen. Das Horngewebe der Kralle erneuert sich ständig. Dabei wird die äußerste Schicht immer wieder abgewetzt. Solche Krallenhüllen haben Sie bestimmt schon einmal in der Wohnung gefunden. Um sich solcher abgenützten Hornschichten rasch zu entledigen, muss die Katze ihre Krallen an einem harten Gegenstand schärfen. Und genau hier kommt der Kratzbaum ins Spiel.

Wozu benötigt eine Katze einen Kratzbaum?

Diese Frage lässt sich leicht beantworten, wenn wir uns das Leben einer Freigängerkatze in der Natur ansehen. Diese hat ihre Krallen ständig im Einsatz. Sie fängt sich ihre eigene Beute, kämpft vielleicht einmal mit der Nachbarskatze und klettert auf Bäume, um Vögeln oder Eichhörnchen nachzustellen. Trotz dieses aktiven Lebens wird sie ihre Krallen zusätzlich an Baumstämmen schärfen.
All diese Möglichkeiten stehen einer Wohnungskatze nicht zur Verfügung. Aber auch ihre Krallen wachsen unaufhaltsam weiter und möchten benützt werden. Sollten Sie Ihrer Katze nun keinen Kratzbaum gönnen, wird sie sich trotzdem zu helfen wissen. In so einem Fall aber leiden ziemlich sicher Ihre Möbel, Türstöcke oder Tapeten unter der Kratzlust des Stubentigers. Um also Ihre Wohnungseinrichtung zu schonen, und der Katze ein möglichst naturgetreues Leben zu ermöglichen, ist der Kauf eines Kratzbaums unerlässlich.
Aber nicht nur bei der Krallenpflege leisten Kratzbäume wertvolle Hilfe. Er ist auch ein beliebter Spielplatz und Aufenhaltsort vieler Hauskatzen. Manche Katze schläft praktisch ausschließlich auf ihrem Baum und viele mögen es zusätzlich, von einer erhöhten Position aus die ganze Umgebung im Blickfeld zu behalten.
Letztendlich dient ein Kratzbaum auch als Sportgerät und hilft dabei, Ihre Katze fit zu halten. Haben Sie mehr als eine Katze, so lieben es die Samtpfoten zumeist, einander in akrobatischen Einlagen über die Stämme und Plattformen zu jagen. Auch Spielzeug wird gerne in den verschiedenen Elementen versteckt und gejagt.
Sie sehen also, Kratzbäume sind wahre Alleskönner!

Ab welchem Alter eignet sich ein Kratzbaum?

Egal in welchem Alter eine Katze als Haustier Bestandteil Ihrer Familie wird, ein Kratzbaum sollte in der Wohnung bereits bei deren Einzug vorhanden sein.
Katzen kommen schon mit Krallen zur Welt. Auch wenn diese zum Schutz der Mutter während der Geburt zu Beginn noch von einer weichen Schutzhülle umgeben sind, so ist die Pflege der Krallen ein ständiger Bestandteil im Leben einer jeden Katze. Spielerisch wird das Schärfen der Krallen gelernt und Kitten lieben es auch, einander zwischen den Säulen hindurchzujagen. Wenn sie schließlich alt genug für Sprünge sind, werden sie auch die oberen Plattformen erkunden.
Je älter eine Katze wird, umso mehr wird sie die obersten und kuscheligsten Ebenen des Kratzbaums als Schlafplatz nützen. Und wenn eines Tages das Alter keine hohen Sprünge mehr zulässt, dann sollten Sie vor allem darauf achten, dass die untersten Säulen des Kratzbaums immer in einem Top Zustand sind. Gerade ältere Katzen tun sich nämlich mit der Krallenpflege oft schwer und können jede Unterstützung gebrauchen.

Groß oder klein?

Generell gilt für Kratzbäume: Groß ist immer besser. Natürlich eignet sich nicht jede Wohnung für ein umfangreiches Kletterparadies. Oft muss man froh sein, überhaupt eine Ecke dafür freischaufeln zu können.
Zum Glück finden sich im Handel heutzutage Kratzbäume für jede Wohnsituation, für hohe und niedrige Decken, für viel und wenig Platz. Da gibt es solche, die sich gut in eine Ecke schieben lassen und andere, die frei stehen sollten. Manche strecken sich weit hinauf und lassen sich sogar mit der Decke verschrauben, während andere ausladend in die Breite gehen. Die Auswahl ist riesig.
Auf zwei Dinge sollten Sie bei der Wahl der richtigen Größe vor allem achten: Zunächst einmal sollte der Kratzbaum das Gewicht Ihrer Katze(n) tragen können. Und irgendwo wollen Sie zumindest eine sehr hohe Säule eingebaut haben. Katzen schärfen nämlich am liebsten ihre Krallen im Stehen und nach oben ausgestreckt. Dieser Platz sollte ihnen natürlich gewährt werden. Keine Sorge, sie wissen sich zu helfen, sollten sie sich nicht voll ausstrecken können weil sie zum Beispiel einer besonders großen Rasse angehören, aber wenn Sie dieses Problem von vornherein aus dem Weg räumen, wird Ihnen Ihre Katze sicherlich dankbar sein.

Geeignete Materialien und Zubehör

Die Säulen eines Kratzbaums sind häufig mit Sisal umwickeltes Holz oder stabile Pappe. Manchmal aber bestehen sie auch sogleich aus Naturholz. Dann benötigen sie keine weitere Umhüllung. Gerade zweiteres ermöglicht ehemaligen Freigängern einen sanfteren Umstieg auf ein Leben in der Wohnung, sollte es die Situation erfordern.
Sisal besteht aus den getrockneten Fasern von Agavenblättern und ist ein robustes Material, das gerne zum Kratzen verwendet wird. Trotz allem ist es meistens auch die größte Schwachstelle eines Kratzbaums. Während der Sisal selber praktisch jede Attacke der Krallen übersteht, löst er sich besonders bei billigeren Bäumen rasch vom Stamm. Kaufen Sie daher lieber von vornherein einen Kratzbaum, bei dem die Säulen leicht ausgetauscht oder neu mit Sisal umwickelt werden können. Nachdem Katzen in allen Lebenslagen einen Umstieg meist übel nehmen, ist es auch in Ihrem Interesse, einen geliebten Baum so lange wie möglich zu erhalten.
Die Standfläche und die Plattformen des Kratzbaums sind zumeist mit Plüsch bezogen, aber auch Materialien wie Jute, Stoff oder Teppiche können zum Einsatz kommen. Wichtig ist immer, dass es der Katze gefällt und sie gerne darauf liegen möchte.
Darüber hinaus können Kratzbäume mit jeder Menge zusätzlicher Elemente wie Hängematten, Höhlen, Röhren oder hängendem, federndem oder wippendem Spielzeug ausgestattet sein. Auch hier gilt: Achten Sie auf die Vorlieben Ihrer Katze. Nicht jedem Stubentiger gefällt dasselbe Zubehör.

Wieviele Kratzbäume brauche ich?

Im Normalfall reicht ein Kratzbaum, selbst wenn Sie ihre Wohnung mit mehreren Katzen teilen. Sollten Sie aber den Platz für mehrere haben, versuchen Sie doch einmal, Ihren Katzen Abwechslung zu bieten. Vielleicht bevorzugt jeder Stubentiger einen anderen Kratzbaum, vielleicht wird der eine zum Spielplatz und der andere zu Schlafstätte. Wenn es Ihre Wohnsituation also zulässt, dann bringen Sie ruhig Abwechslung und Abenteuer in das Leben Ihrer Katze.

Gibt es Unterschiede bei den Katzenrassen?

Im Prinzip nicht. Jede Katze liegt gerne weich und jede Katze muss ihre Krallen schärfen und abnützen. Beim Kauf eines Kratzbaums müssen Sie dabei eigentlich nur darauf achten, dass eine Maine Coon beispielsweise um ein Vielfaches mehr wiegt als eine Siamkatze und auch eine entsprechend größere Reichweite hat. Wenn Sie Ihren Wohnraum gleich mit mehreren dieser Schwergewichte teilen und diese auch noch dazu gerne miteinander kuscheln, dann brauchen Sie auf jeden Fall eine Klettermöglichkeit, die ein solch hohes Gewicht auch trägt.

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Welchem Hersteller schenke ich mein Vertrauen? Wo kaufe ich meinen Kratzbaum?

Es gibt mittlerweile so viele Anbieter von Kratzbäumen, dass sich diese Frage gar nicht so leicht beantworten lässt. Natürlich lässt sich heutzutage praktisch alles im Internet bestellen, so auch Kratzbäume, aber im Idealfall sollten Sie den Baum Ihrer Wahl persönlich begutachten.
Ist er hoch und stabil genug? Sind die Säulen dick? Ist das Material gut verarbeitet? Werden die Liegeflächen und Höhlen den Ansprüchen und der Größe Ihrer Katze gerecht? Ist die Standfläche groß genug, damit er nicht kippt? Pauschal lässt sich nicht einmal sagen, dass billigere Kratzbäume schlechter verarbeitet sind, aber ungeeignete oder instabile Bäume lassen sich zumeist auch als Laie leicht ausmachen. Auch können Sie vor Ort leicht ausmessen, ob der entsprechende Kratzbaum auf den vorbereiteten Platz in ihrer Wohnung passt. Und nicht zuletzt können Sie sich direkt überzeugen, ob Ihnen das Design und die Farbe gefällt bzw. Ihrer Wohnungsdekoration entspricht.
Sie finden Kratzbäume nicht nur im Internet oder im Fachhandel, viele Anbieter stellen Ihr Angebot auch auf Katzenausstellungen aus. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall, denn viele Hersteller verkaufen nicht nur fertige Kratzbäume, sondern kombinieren auch Elemente wie Säulen, Plattformen oder Höhlen nach Ihrer Vorstellung und bauen Ihnen auf Anfrage gerne einen Kratzbaum, der genau zu Ihrer Wohnung und den Ansprüchen Ihrer Katze passt. Zumeist lassen sich direkt über den Hersteller etwaige Ersatzteile auch wesentlich leichter nachbestellen als bei Kratzbäumen aus Massenproduktion. Oft können Sie sogar im Nachhinein einen Anbau anfordern.

Kann man sich auch selber einen Kratzbaum bauen?

Das hängt in erster Linie von Ihren handwerklichen Fähigkeiten ab. Es gibt aber definitiv viele Katzenhalter, die Kletter- und Kratzmöglichkeiten exakt den Gegebenheiten ihrer Wohnung anpassen. Solche Do-it-yourself Kratzbäume sind zumeist nicht nur individueller im Design, sondern richtige Abenteuerspielplätze, denn der Kreativität und Größe sind hierbei natürlich keine Grenzen gesetzt.
Geeignete Materialien für den Selbstbau finden Sie sowohl in der Natur als auch im Baumarkt und im Tierfachhandel. Auch hier gilt natürlich: Achten Sie auf Stabilität der Materialien und bei Verschraubungen auch auf die Tragfähigkeit Ihrer Wände. Verbauen Sie bitte nur naturnahe und katzengeeignete Materialien, wie sie auch in gekauften Kratzbäumen verwendet werden. Sollten Sie sich bei einem Material oder Bauteil nicht hundertprozentig sicher sein, dann verzichten Sie zum Wohl Ihrer Katze lieber darauf.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass ein Kratzbaum ein unverzichtbarer Gegenstand in Ihrer katzengerechten Wohnung ist. Egal wie groß er ist, wo Sie ihn kaufen oder ob Sie ihn gar selber bauen – wichtig ist, dass der Kratzbaum Ihrer Wahl stabil und ausdauernd ist, in Ihre Wohnung passt und sowohl Ihnen als auch Ihrer Katze gefällt. Dann lässt sich langer Spielspaß, problemloses Schärfen der Krallen und auch ein geeigneter Aussichts- und Schlafplatz für Katzen jedes Alters und aller Rassen garantieren.

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